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Tragödie Loveparade 2010
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Bei der Loveparade in Duisburg kam es nach Polizeiangaben zu einer Massenpanik in und bei einer Unterführung, die als zu diesem Zeitpunkt einzigen Zu- und Abgang zum/vom Veranstaltungsort, dem alten Güterbahnhof, diente.

Nach Angaben des Oberbürgermeisters der Stadt Duisburg Adolf Sauerland bei einer Pressekonferenz am darauffolgenden Sonntag kamen 19 Personen ums Leben. Dabei starben 16 Menschen in direkter Folge der Panik, drei weitere erlagen im Krankenhaus ihren Verletzungen. Die Verstorbenen wurden alle auf der Zugangsrampe zum Gelände gefunden und nicht direkt in der Unterführung. Unter den Toten befanden sich auch ein niederländischer, ein italienischer, ein australischer und ein chinesischer Staatsbürger. Die Zahl der Verletzten wurde mit 342 angegeben. Etwa 15 der Verletzten nach Angaben der Tagesschau wurden lebensgefährlich verletzt. Mehrere Verletzte wurden vor Ort reanimiert (laut N-TV mindestens zehn Menschen).

 

 


Lageplan des Veranstaltungsgeländes um den Güterbahnhof Duisburg mit dem Karl-Lehr-Tunnel im Süden am unteren Rand

Die Panik war möglicherweise dadurch entstanden, weil der Veranstaltungsort Güterbahnhofs-Gelände völlig überfüllt gewesen sei. Darauf hätte die Polizei die Zugänge auf das Veranstaltungsgelände abgesperrt und die Wartenden zur Umkehr über Lautsprecherdurchsagen aufgefordert. Sowohl vor der Unterführung als auch in der Unterführung der Karl-Lehr-Straße hat dies zu einer Anstauung von Menschen geführt, berichtete der WDR. Nachdrängende Menschen versperrten auch den Rückweg. Nach Polizeianagaben wurde die Massenpanik durch Stürze von einer gesperrten Notreppe auf die Bundsautobahn 59 ausgelöst, über die Feierwillige versucht hätten, auf das Veranstaltungsgelände zu gelangen. Andere seien über ein leiterartiges Lautsprechergerüst geklettert und dann auf die wartende Menge abgestürzt. Daraufhin kam es dort zu einer Panikreaktion. Umgehend wurde Großalarm ausgelöst, die bereits im Vorfeld als Evakuierungsweg vorgesehene Autobahn 59 wurde/war bereits für den Verkehr voll gesperrt. Unzählige Rettungswagen und neun Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Nachfolgende Besucher wurden über Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, umzukehren. Die Veranstaltung auf dem abgesperrten Veranstaltungsgelände wurde [zunächst] jedoch fortgeführt, um eine weitere Panik zu vermeiden. Sie lief in der Nacht bis um 23:04 Uhr. Die Sperrung der BAB wurde in den Morgenstunden am Sonntag wieder aufgehoben.

 

 


 


An der Veranstaltung nahmen nach Schätzungen etwa 1,4 Millionen Menschen teil, es waren 1400 Polizisten im Einsatz. Im vorangegangenen Jahr war die Loveparade ausgefallen. Auf das Gelände war aber nach Berichter der Zeitung „Die Welt“ nur ausreichend Platz für 500.000 Personen, einige Quellen sprechen von einem Fassungsvermögen von der Hälfte. Zudem wurden Vorwürfe laut, der Veranstalter habe nur einen einzigen Zugang durch den Tunnel als Nadelöhr für die Großveranstaltung dieses Ausmaßes vorgesehen, die Flucht- und Rettungswege waren seitens des Veranstalters verschlossen und wurden erst durch Einsatzkräfte der Polizei geöffnet.

 


Trauer, Entsetzen und Bestürzung hat die Nachricht der Katastrophe in der Politik ausgelöst. Bundespräsident Christian Wulff zeigte sich bestürzt und forderte eine rückhaltlose Aufklärung der Katastrophe und sagte: „Eine solche Katastrophe, die während eines friedlichen Festes fröhlicher junger Menschen aus vielen Ländern Tod, Leid und Schmerz verusacht, ist furchtbar.“ Auch Kanzlerin Angela MerkelCDU), Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP) sowie NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) äußerten ihr Mitgefühl für die Opfer, die Verletzten und ihre Angehörigen. Mehrere andere Politiker folgten diesen Bekundungen.

 


Unterdessen haben Polizei und Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Die Staatsanwalt habe Unterlagen des Veranstalters beschlagnahmt. Die „Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung“ berichtete, ein Feuerwehrmann habe angezeigt, dass er bereits im Vorfeld der Veranstaltung vor dem Gefahrenpunkt gewarnt habe, der zur Todesfalle für die Opfer wurde. Duisburgs stellvertretender Polizeipräsident Detlef von Schmeling sagte „Mein persönlicher Eindruck bestätigt eine Massenpanik nicht“. Der stellvertretende Berliner Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisierte die Veranstalter dafür, dass das Veranstaltungsgelände fast vollständig eingezäunt wurde. Michael Reinke bezeichnete dieses Vorgehen als „sehr gefährlich“. Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland sagte vor der Presse, man sollte nicht voreilige Schuldzuweisungen äußern. Es sei die Aufgabe der Staatsanwaltschaft, die Ereignisse aufzuklären.

 

Quelle: Wikipedia.de

 

Mehr Informationen sowie Videos findet ihr in unserem Forum *hier*

 

 

Dies ist ein ernstes Thema. Jeder sollte sich im klaren sein hier mit Anstand zu antworten!

 


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Kommentare (9)Add Comment
devilsneighbor

geschrieben von devilsneighbor, August 03, 2010
alles was bleibt ist fassungslosigkeit smilies/sad.gif mein beileid -.-
zfabi

geschrieben von zfabi, August 02, 2010
Also als erstes mein direktes Beileid an alle die das dortige miterelebten bzw davon betroffen waren das was dort vorfiel war etwas was jederzeit und überall hätte passieren können, jedoch kann man keinem alleine die Schuld daran geben und das es ausgerechnet auf einer Veranstaltung die Liebe und Verbundeneit zur Musik und deren Charakter ausdrücken soll passierte war einfach tragisch, es ist aber leider passiert und es ist nicht wieder rückgängig zu machen.
Aber ich denke für mich Selbst es wird nicht die letzte Lovparade gewesen sein, mir ist klar das es jetzt ersteinmal keine Sponsoren mehr geben wird, aber wer weiß vielleicht gräbt in ein paar Jahren wieder jemand diese Idee aus und bis dahin heißt es für mich ersteinmal hoffen und warten.
Bedenkt eins (auch wenn es blöd klingen mag) The Show Must Go On
hybridforce

geschrieben von hybridforce, August 01, 2010
auf dem link zum "zähler" gibt es bestimmt bald werbung..
Auron

geschrieben von auron, July 28, 2010
weitere Opfer

leider sind es jetzt 21 die gestorben sind ....
sodakdj

geschrieben von sodakdj, July 27, 2010
Leute, meint ihr nicht dass das Thema ein wenig zu sensibel ist um jetzt vollkommen irrelevante Diskussionen zu starten die eh nichts mehr ändern??? O.o ein wenig mehr Respekt hätte ich eigentlich schon erwartet!!!

† In Gedenken an die Opfer der Loveparade. † R.I.P
Auron

geschrieben von auron, July 27, 2010
20 tote leider

schade das es so sein muss schade ....
nob0dy

geschrieben von nob0dy, July 26, 2010
ich weiß echt nicht was ich sagen soll, mir fehlen dir worte.....:'-(
smatie

geschrieben von smatie, July 25, 2010
http://www.loveparaderavercount.de
Alle bitte lesen, die auf der Loveparade waren!
WICHTIG!
passey

geschrieben von PassEy, July 25, 2010
Hiermit möchte ich zuerst mein Beileid allen Betiligten, sowie Angehörigen der verletzten oder gar verstorbenen Personen ausprechen und natürlich auch allen anderen geschädigten, welche zT auch psychische Probleme davon getragen haben!

Ich bin kurz nach dem Vorfall an die besagte Stelle gelangt ohne nur im geringsten eine Ahnung davon zu haben, was da passiert ist.
Aber eine Massenpanik wie es überall berichtet wurde gab es nicht. Es gab sicherlich einige Menschen die in Panik gerieten, aber der großteil der Raver war in Ferierstimmung. Außerdem war es definitiv nicht im Tunnel sondern in dem Bereich, welcher im letzten Bild dieses Artikels zu erkennen ist.
Die Verstorbenen (mögen sie in Frieden ruhen) sind kein direktes Opfer der Panik geworden sondern Opfer, der rücksichtlosen Feierwut Anderer! Das größte Problem war die bereits im Artikel erwähnte Nottreppe, von welcher aus Menschen von oben auf de Nachkommenden herabgefallen sind und sie mitgerissen haben. Daraus folgte dann dass die unten Stehenden von den anderen Quasi begrabn wurden und keine Möglichkeit mehr hatten zu entkommen! Ich bin immernoch sehr stark der Meinung das durch diesen Vorfall die meisten Menschen gestorben sind, da ihr Kreislauf kollabierte oder sie gar erstickt sind!
Es glt nun zu klären, wer diesen Durchgang tatsächlich geöffnet hat, ob es eigensinnige Partysüchtige waren oder ob die Polizei damit versucht hat die Menschen aus dem Bereich heraus zu bekommen.

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