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Man glaubt es kaum; jetzt bin ich schon so lange hier angemeldet und erst heute Nacht über einen Text aus einem Thread gestolpert, der mich bewegt. Diesen Text will ich einfach mal aus dem Thread hier reinkopieren. Der Text entstand zwar, so wie ich das rauslese, aufgrund der Auflösung der ersten deutschen Crew "Domination Hardstyle" aber ich finde ihn trotzdem gut und stellvertretend.
"Als erstes möchte ich aber von vornherein klarstellen, dass ich das nicht tue um mich wichtig zu machen oder sonst etwas in dieser Richtung. Ich tue das nur aus einem verdammten Grund: Der Liebe zur elektronischen Musik und jeder ihrer bunten Facetten. Sei es nun die unglaublichen Veranstaltungen, die völlig bescheuerten Leute oder die 1000 verschiedenen muskalischen Richtungen in die Techno sich entwickelt hat. Alles ist faszinierend und es bestimmt mein Leben in jeder Sekunde meines Daseins. Nun gut, züruck zur Thematik da jetzt jedem klar sein dürfte was gemeint ist.^.^ Beginnen möchte ich mit Battles da dieses Thema vorallem in jüngster Zeit
zu großen Spannungen geführt hat. Ich möchte euch am Beispiel Techno contra Hip Hop/Rap und dem unterschiedlichen Ursprung sowie der unterschiedlich Strukturen dieser Kulturen erkären warum Battle nichts im Techno zu suchen hat, und auch nie haben wird. Der wesentlich Unterschied besteht darin, das Hip Hop und im speziellen Rap in einer Welt geschaffen wurden, in der Gewalt und Armunt dominieren und diese Kunstform zwangsläufig dazu dient sich zu etablieren als Grundvorrausetzung fürs überleben. Natürlich war es anfangs friedlich gedacht, doch überall wo Konflikte ausgetragen werden, eskaliert es letztendlich, da eine Schlacht immer einen Krieg hervorruft. Techno (Ich fasse jetzt einfach mal die komplette Kultur inklusive aller Subgenres in diesem Wort zusammen) hingegen wurde von vornherein für das friedlich Miteinander, in harmonischer Atmosphäre geschaffen, um gemeinsam die täglichen Sorgen zu vergessen und ausgelassen den Moment zu feiern und zu geniessen. Ohne viele störende Worte kann seit je her durch Bewegung klar zum Ausdruck gebracht werden wie man sich fühlt. In diesem Moment auf der Tanzfläche ist alles egal und Sorgen, Ängste und auch Aggressionen spielen keine Rolle. Nur du und der Bass, wie er jede Faser deines Körpers und jede Ecke deines Verstandes durchströmt. Jetzt frage ich mich doch, wo in dieser eigentlich unbeschreiblichen Extase Platz für Schlachten (was anderes bedeutet battle(s) letztendlich nicht) sein soll?? Er exsistiert einfach nicht und auch außerhalb der tanzfläche würde durch unnötig erzeugte Agressionen die ganze Atmosphäre mutwillig zerstört. Nun wurde im Geburtsland des Shuffle ein fundamentaler Fehler begangen. Da im Club einfach kein Platz für Rivalität und Aggression herrscht, wurde der Shuffle aus den Clubs nach draußen auf die Straße verlagert, womit er auf dem Schlachtfeld Asphalt wie auch schon das Element Rap zu einer Art Waffe, umfunktioniert wurde um Lonflikte zu lösen. Da sich draußen auf der Straße immer mehr Leute dafür begeistern aber leider dann aus den falschen Günden, nämlich um sich zu etablieren damit anfangen, gehen natürlich auch automatisch immer mehr Leute in den Club. Womit sich automatisch die Aggression von der Straße, in die Clubs verlagert, und sich die Scene irgendwann in einem Teufelskreis dreht. Wieder gesehen im hip hop. Klar behersscht da die Gewalt die Atmopshäre im Club, doch auch da kann innerhalb von Sekunden die Stimmung kippen,und es kommt zu den krassesetn Auseinandersetzungen jeder Art, die auch schnell mal blutig enden. Natürlich glaube ich nicht, das es in der Raverscene jemals wegen tanzen blutig ausgehen wird, doch die ganzen Faktoren wie Rivalität und Aggressionen werden auf die leute projeziert die wirklich nur feiern und tanzen wollen, somit werden diese zwangsläufig fernbleiben und die Scene sich verändern und Techno dadurch möglicherweis irgendwann mal aussterben. Das alles wird durch die Crewbildung nur noch enorm verstärkt. Natürlich ist es einfacher,wenn man sich etablieren will, sich mit mehreren zusammenzuschließen und gemeinsam zu kämpfen, selbst wenn man dann in der Gruppe eine eher untergeordnete Rolle spiel, ist man doch evtl. schneller in der Machtposition und nicht so leicht angreifbar. Dies macht vielleicht für Rap in den Straßen einer Großstadt wie LA einen Sinn, doch ist dies für eine Ausdrucksform wie Melbourne Shuffle die in den Clubs geboren ist nicht notwendig und am eigentlichen sinn kilometerweit vorbei. Es ist zwar nachvollziehbar warum in Melbourne und Sydney Crewbildungen stattgefunden haben,denn auch das sind Grosstädte und die Strassen mit Sichheit kein angenehmer Platz doch sollten wir in Deutschland und auch den anderen Ländern wo Shuffle mittlerweile stattfindet nicht die Fehler aus Australien einfach blind übernehmen, weils ja das große Vorbild ist und die Battles da so groß zelebriert werden. Wir haben gemeinsam die Chance es besser zu machen, die richtigen Werte weiter zu vermitteln und Techno und seine Veranstaltungen in eine friedliche Zukunft zu führen. Wer weiss,vielleicht tanzen dann sogar noch unsere Nachfahren auf schweisstreibenden hakke partys oder in chilligen house clubs zu den hypnotischen beatz. Natürlich möchte ich jeztt nicht dazu aufrufen alle Crews sofort dem erdboden gleich zu machen, denn immerhin stärkt das Crewleben auch das Gemeischaftsgefühl, es ist einfacher auf Events zu kommen und man genießt diese auch intensiver mit Leuten die man kennt und mag, doch sollte dies alles im Rahmen bleiben und nicht so viel wert darauf gelegt werden, wie es im Moment getan wird. Natürlich kann euch auch niemand vorschreiben was ihr in eurer Freizeit so tut, und wenn gebattled wird, ist das nicht zu verhindern. doch ich bitte euch inständig, dies in jeglicher form von germanshuffle.de und somit quasi der Lebensander des Shuffle in Deutschland fern zu halten. Mit wachsender Memberzahl werden selbstverständlich auch kleinere Reibereien und größere Konflikte auf den Plan treten, doch sollten diese in schriftlicher oder verbaler, zivilisierter Form gelöst werden und nicht auf der Tanzfläche. Das gibt mir persönlich Kraft und ich denke das wir es schaffen die die werte bei zu behalten."
Gerade in einer Zeit in der wir wieder viele Neulinge unter uns haben ist es doch wichtig ihnen verschiedene Wege und Werte aufzuzeigen, wie sich jeder dann selbst entscheidet ist sein Ding. Aber gerade wir haben einen Lehrauftrag an die jüngere Generation die nachkommt, welchen wir doch nutzen wollen. nLs postete mal ein Video, zu welchem der Thread http://www.germanshuffle.de/de/forum/viewtopic.php?f=23&t=5596&p=83949&hilit=hardgen#p83949 auch hier aufgeführt werden soll. Schaut es euch an. Wir haben zwischenzeitlich so viele lehrreiche und informative Themen, die aufzeigen wie unsere farbenfrohe Welt lebt, und alle hier aufzuführen wäre wohl doch zu lang. Also schaut euch doch einfach in unserem Board um und informiert euch. Viele unserer User bringen viel Erfahrungen mit und sind immer gern bereit diese miteinander zu teilen.
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Aber mir fehlen ein paar Sachen.
Grundsätzlich wird dahin gestellt:
Battles und Crews sind schlecht und zerstören alles.
Crews begrüße ich sehr, jedenfalls große und durchdachte, bin selber in einer. Die Crew selbst bringt mir meinen Antrieb und meinen Reiz am Tanz. Bei mir (eigene Meinung) geht es um die Kombination, die Musik, die ich "liebe", und die Freunde, die ich "liebe".
Natürlich bringt feiern mehr Spaß wenn man mit mehreren Leuten, die man kennt, unterwegs ist. Aber wenn sie alle dann noch die gleiche Leidenschaft teilen, warum dann nicht "zusammenschließen"? Ich versteh das ganze Geärgere nicht. Streng gesehen, sind diejenigen, die sich darüber aufregen, dann doch wiederrum die, die es "kaputt" machen. Wo kein Richter, da kein Kläger.
Battles in dem Sinne wie man sie vllt. aus dem HipHop kennt, sind in der Szene falsch, gar keine Frage.
Aber meint ihr wirklich, dass man sich in der "Techno-Szene" mit dem Tanz battlelt, und das dann noch ernst meint?
Funbattles treiben einen an, sich mehr damit zu beschäftigen... es soll auch Spaß machen, sich mit anderen messen zu können. Hier in Hamburg jedenfalls ist dadurch bisher noch keine Streiterei oder Schlägerei durch ein Battle entstanden. Also ist das Argument ein wenig weit aus der Luft gegriffen...
Letztenendlich ist es die persönliche Entscheidung, was man eig macht.
Wenn man sich in einer Crew wohl fühlt, Spaß hat und keine Gewalt und keinen Hass ausübt gegen irgendwen... ist doch alles im Butter?
Lasst die Leute, ihr werdet damit nicht anderes bezwecken als noch mehr Streiterei und Meinungsverschiedenheit, und das wollen wir doch eig. verhindern?!?!
Die Leute tun euch nichts schlimmes an. Lasst sie also.